Liebe Leser,

der ursprüngliche Protagonist des neuen Flugplatzes war Herr Stoschek, der mit seinem damaligen Jet, einer Cessna Citation C2, auch weiterhin in Coburg landen wollte. Für diese Maschine ist die Brandensteinsebene definitiv zu kurz. Zwischenzeitlich wurde aus dem 5,7 Tonnen schweren Flieger eine 7,7 Tonnen schwere Cessna Citation C4. Diese ist in Bamberg stationiert und darf dort bei Sichtflugbedingungen starten und landen.

Alle anderen Flugzeuge von Coburger Unternehmen konnten im Rahmen des Werksverkehrs weiterhin in Coburg fliegen, auch bei eingeschränkten Sichtverhältnissen im sogenannten Instrumentenflug. Und für eine Verlängerung der Instrumentenflug-Berechtigung über das Jahr 2019 hinaus bedurfte es nur einer Verlängerung der Anflugbefeuerung. Genau das haben wir in dem abgewürgten Coburger Bürgerbegehren gefordert.

Es bedurfte der Hilfe aus München, um zur realistischen Einschätzung zu gelangen, dass der VLP Meeder nicht durchsetzbar ist, ganz im Gegensatz zu einer Ertüchtigung der Brandensteinsebene. Wenn nun die Staatsregierung in München, das Luftamt Nordbayern und der ursprüngliche Protagonist Herr Stoschek der Meinung sind, dass die Kombilösung „Ertüchtigung Brandensteinsebene“ und „Erweiterung Bamberg auf Instrumentenflug“ den Bedürfnissen der lokalen Unternehmen entspricht, dann gibt es keinen ersichtlichen Grund an der Projektgesellschaft für den VLP Meeder festzuhalten.

Alles weitere ist eine Coburger Lokalposse mit verletzten Eitelkeiten und einem mit gutem Nebenverdienst ausgestatteten Geschäftsführer. Die Coburger Bürger werden auch das bezahlen.

Das alles im Tagesrhythmus zu kommentieren ist uns einfach zu blöd.

Die Leidtragenden sind u.a. die Landwirte in Meeder, die durch das Planfeststellungsverfahren weiterhin blockiert werden.

Für Ihr Interesse bedankt sich die Redaktion der „Freunde der Brandensteinsebene“